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Raodtrip? Nur mit Mietwagen!

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Der Wagen sollte zu Eurem Vorhaben passen. Foto: Deborah Zarnke
Der Wagen sollte zu Eurem Vorhaben passen. Foto: Deborah Zarnke

3 Gründe für einen Mietwagen

Vor unserer Hochzeitsreise haben wir lange überlegt, ob wir den Roadtrip mit unserem eigenen Auto antreten sollten oder nicht. Immerhin kostet ein Mietwagen nicht gerade wenig und die Kreditkarte wird mit einer Kaution blockiert. Außerdem ist da die Scheu, fremdes Eigentum zu beschädigen. Aber letzendlich müsst Ihr genau hier den Vorteil sehen. Unser Roadtrip führte uns 2015 durch vier verschiene Länder mit den unterschiedlichsten Landschaften und unterschiedlichen Fahrstilen der Einheimischen. Da muss der eigene fahrbare Untersatz stimmen.

1. Verhältnismäßigkeit

Ja, ein Mietwagen ist unter Umständen teuer. Aber die Frage ist doch: Bekommt Ihr im Zweifelsfall für dasselbe Geld ein neues Auto? Auf jeden Fall solltet Ihr über Euren Mobilclub oder ähnliche Anbieter buchen, um Kosten zu sparen. Wir haben den Mietwagen für unsere Hochzeitsreise letztendlich über den ADAC bei Avis gebucht. Für gut drei Wochen haben wir knapp 900 Euro bezahlt. Das ist erst einmal viel Geld. Dafür war es aber das volle Paket. Soll heißen: Wir hatten freie Kilometer, der Wagen war für uns zwei Fahrer vollkasko- und diebstahlversichert ohne Eigenbeiteiligung sowie inklusive Haftpflichtversicherung bei Personenschäden. In diesem Fall war die Absicherung des Mietwagens größer als bei unserem eigenen Wagen, was einem für einen solchen Trip auf jeden Fall eine Grundsicherheit verleiht. Prüft Eure Versicherungen (vor allem auf Eigenbeiteiligung) und wägt ab, was sich im Ernstfall mehr lohnt.

2. Absicherung des Reiseverlaufs

Wie der Name Roadtrip schon sagt, ist man bei einem solchen vor allem auf der Straße. Ziel ist es, eine Gegend oder Gegenden, die an einer gewissen Strecke liegen, selbstständig, ungebunden und flexibel zu erkunden. In unserem Fall war es eine Art "Rundfahrt" von Deutschland über die Schweiz nach Italien und über Österreich wieder zurück nach Deutschland. Insgesamt haben wir so rund 5000 Kilometer gemacht in den drei Wochen. Was aber, wenn der Ernstfall eintritt und man eine Panne oder einen Unfall hat oder der Wagen sogar gestohlen wird? Seid Ihr mit Eurem eigenen Wagen unterwegs, könnte Euch Eure Versicherung zwar wohl einen Leihwagen für den Übergang zur Verfügung stellen, aber wie dann weiterreisen? Entweder vor Ort bleiben und warten, bis die Reperaturen an Eurem Wagen abgeschlossen sind – was eine geänderte Reiseroute, stornierte Unterkünfte, verpasste Fähren usw. zur Folge haben könnte –  oder die Reise (wenn denn mit dem Leihwagen möglich) fortsetzen und Euer Auto rücküberführen lassen. So oder so ist es mit Papierkrieg, Nervenkrieg, Telefonkrieg (evtl. Zusatzkosten im Ausland, Verständigungsschwierigekeiten mit Werkstatt etc.) und jeder Menge anderer Sorgen verbunden, die Ihr in Eurem Urlaub nicht gebrauchen könnt. Und ist der Wagen gestohlen worden, kommt Ihr nach Hause und steht im schlimmsten Fall (auch wieder versicherungsabhängig) erst einmal ohne da. Dann geht es darum, was Euer Auto noch wert war. In unserem Fall quasi nix. Also selbst, wenn die Versicherung irgendwann eine Summe ausbezahlt, bleibt die Frage, ob Ihr davon ein neues (und damit meine ich nicht Neuwagen, sondern eben den Ersatz) Auto bezahlen könnt und ob dann nicht mehr zu zahlen ist als der Mietwagen gekostet hätte.

3. Fahrvergnügen

Ein Roadtrip steht und fällt mit dem Auto, das Ihr zur Verfügung habt. Auch wenn Ihr für die Übernachtungen Hotels gebucht habt, lebt Ihr quasi über mehrere Wochen hinweg in dem Fahrzeug, das Euch viele Stunden und noch viel mehr Kilometer über begleitet. Da muss das Gefühl stimmen. Der Wagen muss bequem sein, er muss Platz für Euch und all Euer Gepäck, Vorräte, Getränke usw. haben. Der Kofferraum sollte groß genug sein und die Rückscheiben am besten getönt. Ihr werdet in der Zeit vielleicht nicht unbedingt Eure Wertsachen in dem Auto lassen, wenn Ihr es verlasst, aber ihr wollt vielleicht auf einer größeren Etappe zwischendurch anhalten und etwas besichtigen oder Euch an den Strand legen oder einkaufen. Solange berherbergt das Fahrzeug Euer gesamtes Gepäck und sollte daher nicht offen einsehbar sein und möglichst viel im Kofferraum aufnehmen, um gar nicht erst Begehrlichkeiten zu wecken. Neben dem Fahrkomfort muss auch die Leistung des Autos stimmen. Wollt Ihr z.B. in die Schweizer Berge, solltet Ihr sicher gehen, dass das Auto das überhaupt schafft und wenn, nicht nur bei 10 km/h im ersten Gang, damit Ihr kein Hindernis und vor allem keine Gefahrenquelle in den Serpentinen seid, wo alle anderen (zumindestens die Einheimischen) sehr schnell unterwegs sind. Zum Schluss geht es auch um den Verbrauch. Ein Roadtrip kann besonders teuer werden durch die Spritpreise im Ausland. Wenn Euer Fahrzeug darüberhinaus einen hohen Verbrauch hat, ist das nicht gerade hilfreich. Neben den Kosten müsst Ihr dann obendrein bedenken, wie oft Ihr tanken müsst.

In unserem Fall fiel uns die Entscheidung für einen Mietwagen nicht schwer, aus der Kombination der oben genannten Gründe heraus. Als Berufseinsteiger fuhren wir zu diesem Zeitpunkt eine 14 Jahre alte Mercedes A-Klasse, die wir von meinen Schwiegereltern übernommen hatten. Aus beruflichen Gründen konnten wir auf keinen Fall riskieren, den Wagen zu verlieren. Zudem war er sowohl vom Komfort, als auch von Leistung und Verbrauch nicht für eine derartige Langstreckenreise gemacht. Für die 900 Euro erhielten wir letztendlich für unsere Reise nicht nur den oben genannten vollen Versicherungsschutz, sondern auch ein angemessenes Fahrzeug, das bequem, groß genug für uns samt Gepäck, aber nicht zu groß für die Gassen Italiens und leistungsstark genug für die Bergetappen, aber gering im Gesamtverbrauch war. Der Roadtrip war ein voller Erfolg und das lag auch zu einem großen Teil an der Wahl des richtigen Fahrzeugs und der damit verbundenen Unbeschwertheit. Roadtrip? Nur mit Mietwagen!

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