· 

Walpurgisnacht

WERBUNG || unbezahlte Empfehlung fremder Inhalte

Blick vom Hexentanzplatz über Thale. Foto: Deborah Zarnke
Blick vom Hexentanzplatz über Thale. Foto: Deborah Zarnke

Hebt die Besen, rafft die Röcke!

Wahrscheinlich kennt Ihr das Buch "Die Kleine Hexe" von Otfried Preußler. Doch spätestens, seitdem der Film zum Buch die Kinos erobert hat, sollte die Walpurgisnacht auf dem Blocksberg jedem ein Begriff sein. Und wer hat nicht schon als Kind davon geträumt – mit der kleinen, guten Hexe selbstverständlich – auf dem Blocksberg zu tanzen und laut und fröhlich "Heißa Walpurgisnacht!" zu rufen?!? In der Harzregion gehören Hexen seit langer Zeit zum Sagen- und Brauchtum und die Tage (und Nächte) um Walpurgis sind hier ein großes Volksfest. Da gibt es Märkte, Umzüge, Theater, Musik und Tanz fast eine Woche lang. Alles steht im Zeichen der Hexe, bis zum eigentlichen Höhepunkt: der Walpurgisnacht auf den 1. Mai.

Dieses Jahr waren wir auf dem größten Fest der Region, nämlich bei der Walpurgisnachtfeier auf dem Hexentanzplatz in Thale. Dieser liegt hoch oben auf dem Bergmassiv über der Bode und ist am imposantesten über die dort verkehrende Seilbahn zu erreichen. Aber Achtung: Das ist nichts für Menschen mit Höhenangst. Während unter einem der Abgrund liegt, ragen rechts und links von einem die Felsen empor. Die Gondeln sind rundum aus Glas und jede zweite hat sogar einen Glasboden. Doch der Ausblick ist der Wahnsinn!

Allerdings war es in der Walpurgisnacht dieses Jahr so stürmisch, dass die Seilbahn kurzfristig geschlossen werden musste und man uns und mehrere Tausend andere partywütige Hexen und Hexer nur mit den extra eingesetzten Shuttlebussen auf den Berg bringen konnte. Auch nicht schlecht, als Einstimmung durch den dunklen Wald und die steilen Serpentinen entlang zu fahren. Oben angekommen erstreckt sich vor einem ein großes Plateau, auf dem auch der hiesige Tierpark liegt. An jenem Tag war hier jedoch alles zu einem richtigen Festivalgelände mit "Terrassen" ausgebaut worden, mit Sitzgelegenheiten, Toilettenwagen und Co auf der obersten Ebene, dann zwei Gängen mit Fressbuden und Getränkewagen und zuunterst einem großen Platz mit der Showbühne in der Mitte. Einlass war ab 17:00 Uhr. Erfahrene Hexen hatten sich Stühle oder Decken mitgebracht, auf denen sie sich den Abend über niederlassen konnten. Für alle anderen gab es aber auch ausreichend Plätze auf den dort oben verteilt stehenden Ausflugsbänken, im Biergarten oder am Restaurant beim Aussichtspunkt, die (anders als der Tierpark natürlich) in das Festivalgelände miteinbezogen worden waren und hier zu den gleichen Preisen wie an den Wagen Essen und Getränke anboten. Um 18:00 Uhr startete dann das Programm mit Grußworten des SAW-Moderators Holger Tapper und moderiert von Enrico Scheffler. Es folgten der übliche "Spökes" sowie Tanzeinlagen und Musik von Menderes und Vincent Gross bis hin zu den beiden Hauptacts des Abends: Visions of Atlantis, die wohl am ehesten mit Nightwish zu vergleichen sind, und der wirklich grandiosen Rammstein-Coverband Stahlzeit, die dem Publikum bis kurz vor Mitternacht mit ihrer Pyrotechnik eingeheizt hat. Mittendrin wurde noch das Hexenfeuer entzündet, sodass man sich spätestens jetzt bei all den kostümierten Menschen vor Ort wie bei einer richtigen Walpurgisnacht fühlte. Krönender Abschluss waren die mystische Lasershow, die das ganze Plateau in ein schaurig-schönes Licht tauchte, sowie das finale Höhenfeuerwerk. Wer dann immer noch in Feierlaune war, konnte im Clubhaus von Thale die Nacht zum Tag machen. Wir entschieden uns jedoch dazu, mit dem Shuttle zurück ins Tal und dann zurück zur Ferienwohnung zu fahren. Aber immerhin erwischten wir den Partybus mit Mephisto persönlich am Steuer, sodass wir "atemlos", weil laut Helene mitgröhlend, sicher durch die Dunkelheit ins Tal gebracht wurde. Ein lustiger Ausklang eines wahrlich sagenhaften Tages.

Anlässlich von Walpurgis wird die ganze Stadt geschmückt. So entstand hier extra für diese Zeit der Hexenhof und versorgte seine Besucher. Foto: Deborah Zarnke
Anlässlich von Walpurgis wird die ganze Stadt geschmückt. So entstand hier extra für diese Zeit der Hexenhof und versorgte seine Besucher. Foto: Deborah Zarnke

Walpurgisnacht, Hexentanzplatz, Thale, Harz, Sachsen-Anhalt, Deutschland

 

Tickets für den Eintritt zur Walpurgisnacht gibt es unter anderem direkt in der Touristeninformation von Thale. Hier sind sie auch günstiger als bei anderen Vorverkaufsstellen im Internet oder später an der Abendkasse.

Der reguläre Eintritt für einen Erwachsenen betrug dieses Jahr (bei der Touristeninformation) 22 Euro.

Der Transfer zum und vom Hexentanzplatz mit Seilbahn oder Shuttlebus ist in den Eintrittskarten enthalten.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0