· 

von Miriam Keilbach

WERBUNG || unbezahlte Empfehlung fremder Inhalte

Sonnenaufgang im Norden des Parks Masai Mara
Sonnenaufgang im Norden des Parks. Foto: Miriam Keilbach

Eins mit der Natur

5.30 Uhr, der Morgenmuffel in mir ist abwesend. Dafür ist die Vorfreude zu groß. Die Vorfreude auf das, was nun kommt und was ich von meiner Dienstreise schon kenne und nun im Urlaub wiederhole. Ab in den Jeep, in Wolldecken eingemummelt, geht es los.

Die Sonne geht über der Savanne auf, der Himmel färbt sich rot, über uns schwebt ein Heißluftballon, in der Ferne brüllt ein Löwe, die Nase ist kalt durch den Wind. Zebras kommen aus ihren Nachtlagern hervor, Gnus, Antilopen, Warzenschweine, eine Giraffe schlendert über die Straße. „Haltet eure Kamera bereit“, sagt der Guide zu mir und meinen beiden Mitreisenden. Von Weitem sehe ich gelbe Punkte. Die Punkte werden zu Löwen. Der Guide stoppt den Wagen und neben uns tollen sieben Babylöwen herum. So früh am Morgen, in der Nebensaison, ist noch kein Jeep hier. Es sind wir vier, die sieben Löwenbabys, ihre beiden Mütter und zwei weitere Löwinnen aus dem Rudel. Die Babys sind etwa drei Monate alt, sie spielen Fangen, beißen Mama ins Ohr oder fallen übereinander her. Es ist wahrlich schwierig manchmal solch einen Augenblick einfach nur schweigend hinzunehmen, in dem Wissen, dass er nie mehr wiederkehren wird. Mit den Jeeps, die rund eine viertel Stunde später anrollen – maximal fünf pro Tiergruppe -, taucht auch der Vater auf. Stolz spaziert er in der Morgendämmerung umher.

 

Es ist nur einer dieser unzähligen Momente, die die Masai Mara in Kenia zu meinem Lieblingsort machen. Es sind die Weite, die Tierdichte, die Farben, die Landschaft, die Ruhe. Eins mit der Natur. Respekt, Ehrfurcht und ganz viel Zufriedenheit spüre ich. So, wie ich es mir schon als Jugendliche gewünscht habe, als ich mein erstes Buch über Kenia gelesen habe.

 

Ob alt, ob jung, ob Familie oder Alleinreisender, ob Backpacker oder Pauschalurlauber. Die Faszination, die packt sie alle. Etwa, wenn ein Pavian auf das Auto hüpf. Hippos sich rufen. Zwei Babyhyänen, zu jung für das Fellmuster, auf ihre Mama warten. Ein Leopard sich versteckt. Eine Elefantenfamilie in einer Pfütze badet. Ein Gnu seine ersten Schritte macht. Das Krokodil das Zebra als Mittagessen anpeilt. Ein Gepard im Schatten einer Akazie gähnt. Ein Nashorn, so groß, so schwer und doch so unauffällig, an einem vorbeigeht. Jeder einzelne Moment, jede kleine Erinnerung, jeder Blick, direkt ins Herz.

Löwenbaby in der Masai Mara
Eines der sieben Löwenbabys und die beiden Mamas. Foto: Miriam Keilbach

Masai Mara, Narok, Kenia

Mehr zu Kenia und Miriams sonstigen Reisen findet Ihr auf ihrem Blog.

Lust auf noch mehr Lieblingsorte?

Kommentar schreiben

Kommentare: 0