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10 Tipps für einen Roadtrip durch Italien

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Blick von Brunate über Como
Wenn der Wagen ruht, lohnen sich auch andere Verkehrsmittel, wie die alte Funicolare von Como. So gelangt man an besonders schöne Plätze wie hier mit dem Blick von Brunate über Como. Foto: Deborah Zarnke

Hit the Road...

Vor kurzem durfte ich einen Gastbeitrag auf dem Blog "Fernweh Koch" vom lieben Henrik schreiben über 10 Tipps zur "kulinarischen" Versorgung in Italien. Die Tipps dort beruhen unter anderem auf zwei großen Roadtrips quer durch Italien, auf denen ich entsprechende Erfahrungen in Bezug auf die Versorgung vor Ort gesammelt habe. Daher möchte ich hier nun das Pendant mit 10 Tipps, die nützlich für einen Roadtrip durch Italien sind, mit Euch teilen.

1. Ausnahmsweise lieber fremdes Eigentum beschädigen

Der zunächst wichtigste Punkt ist: Ich würde einen Roadtrip ins Ausland grundsätzlich nur mit einem Mietwagen machen, sofern dies irgendwie möglich ist. Meine genauen Gründe dafür habe ich Euch bereits in einem anderen Beitrag weiter ausgeführt. Diesen findet Ihr hier.

Sucht Euch für die Mittagshitze ein schattiges Plätzchen für eine Pause wie wir im Park von Vicenza oder besucht in diesem Zeitraum Sehenswürdigkeiten – sofern diese geöffnet haben, denn manche machen ebenfalls Mittagspause. Foto: Deborah Zarnke
Sucht Euch für die Mittagshitze ein schattiges Plätzchen für eine Pause wie wir im Park von Vicenza oder besucht in diesem Zeitraum Sehenswürdigkeiten – sofern diese geöffnet haben, denn manche machen ebenfalls Mittagspause. Foto: Deborah Zarnke

2. Die Mühlen der Justiz malen langsam....sehr langsam

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, sich an die Verkehrsregeln zu halten. Grundsätzlich. Dennoch wissen wir wahrscheinlich alle, dass es Länder gibt, die deutlich strenger bei Tempoüberschreitungen oder Wildparken sind, als es in Deutschland der Fall ist. Ein gutes Beispiel dafür sind die Niederlande. Und da dies so ist, halten sich die Leute auch meistens an die Verkehrsregeln. Auch die Einheimischen. Wer jedoch schon einmal in Italien war oder dort sogar Auto gefahren ist, der weiß, dass hier nichts unmöglich scheint. Autos sind hier vorwiegend Gebrauchsgegenstände und gefühlt jedes hat Dellen oder Kratzer. Und die kommen nicht von ungefähr. Autos, die nach dem Recht des Stärkeren in Kreisverkehre reinpreschen, Menschen, die mitten in der Innenstadt gegen einen Pöller fahren, aussteigen, ihn beschimpfen und dann wieder einsteigen, um weiterzufahren und dreispurige Straßen, die mal eben zu fünfspurigen Straßen werden, indem die fünfte in Schräglage (!) an der Böschung aufgemacht wird. All das habe ich schon in Italien erlebt.

Euer Vorteil: Ihr seid Ausländer. Wenn bemerkt wird, dass Ihr unsicher auf einen solchen Chaos-Kreisverkehr zufahrt, wird man Euch in der Regel durchwinken. Wenn Ihr in den teils schmalen Gassen langsam fahrt, wird Euch niemand anhupen. Wenn Ihr Euch verfahrt, sind oft nette Menschen zur Stelle und lotsen Euch auf den richtigen Weg.

Euer Nachteil: Ihr seid Ausländer. Solltet Ihr auf die Idee kommen, Euch dem einheimischen Fahrstil anzupassen, kann das schnell sehr teuer werden. Die Preise für Geschwindigkeitsübertretungen liegen hier in ganz anderen Dimensionen als in Deutschland. Und das böse Ende kommt zum Schluss.

Lange nach Eurem Urlaub. Sehr lange. Denn in Italien bzw. im deutsch-italienischen Austausch kann so ein Bußgeldbescheid gerne mal ein halbes Jahr unterwegs sein. Die Verjährungsfrist liegt aktuell bei einem Jahr. Auch die wird manchmal ausgereizt. Und wer jetzt glaubt, das seien nur Gerüchte: Irrtum. Ca. ein halbes Jahr nach unserem Aufenthalt trudelte ein solcher Bußgeldbescheid bei uns ein. Mit dem Vermerk, dass "zufällig" ein Polizist in Como gesehen habe, dass ich "ungefähr" 10 km/h zu schnell gewesen sei in der Innenstadt, er mich aber nicht habe stoppen können. Kein Beleg, kein Blitzerfoto – aber auch kein Fake. Offizielle Behörde, offizielles Schreiben, 180 Euro zzgl. Bearbeitungsgebühr für den Autovermieter. Autsch! Und hättet Ihr noch gewusst, was Ihr vor einem halben Jahr auf den Tag genau gemacht habt? Oder sogar eine internationale Auseinandersetzung angestrebt? Also seid vorsichtig! Ihr wollt wahrscheinlich nicht herausfinden, was sie mit echten Rasern machen.

Bergamo Alta
Habt Ihr einmal Eure Unterkunft erreicht, solltet Ihr den Wagen möglichst stehenlassen. Die Gassen in den alten Städten Italiens sind eng und zu Fuß ermöglichen sich Euch ganz neue Perspektiven wie hier von unterhalb auf Bergamo Alta. Foto: Deborah Zarnke

3. Mautbeutelchen

Kennt Ihr diese Geburtstagsgeschenke, bei denen man Sand in einen Eimer oder eine Schatztruhe füllt und dann Geld oder Kleinigkeiten darin versteckt? Dann könnt ihr Euch wahrscheinlich ausmalen, was zwei Archäologen zur Hochzeit geschenkt bekommen.

Insgesamt kamen wir zum Schluss auf rund 200 Euro in 10-, 20- und 50-Cent-Münzen. Und sie waren Gold wert. Vor unserer Reise haben wir dieses ganze Kleingeld in einen süßen kleinen Beutel gesteckt, den wir ab da permanent als unser "Mautbeutelchen" dabei hatten. In Italien sind weite Strecken des Autobahnnetzes mautpflichtig. Die entsprechenden Stellen finden sich an den Hauptzubringern und sind in der Regel gut gekennzeichnet. Bitte achtet darauf, dass durch die Passierstellen auf den ansonsten eher freien und großzügigen Autobahnen es immer wieder zu kleineren Staus kommen kann.

Fahrt vorsichtig an diese Stellen heran!

Übrigens kann man oft schon am Zustand einer Straße erkennen, ob sie mautpflichtig ist.

Jetzt kommt das Mautbeutelchen ins Spiel. Zwar werden die Mautstellen größtenteils mit besetzten Schaltern (sprich, hier sitzt jemand, der Wechselgeld herausgibt etc.) betrieben, dennoch haben sie in der Regel Zählmaschinen. Ihr könnt also einfach eine große Hand des Kleingelds in einen Trichter werfen. Dann wird das Geld gezählt, der fällige Betrag einbehalten, der Rest wieder ausgespuckt, Quittung, fertig. Auf diese Weise könnt Ihr schnell passieren und müsst Euch nicht stressen, ob Ihr das Geld passend habt, auf der Autobahn mit Scheinen hantieren oder Euch nervös machen lassen, dass Ihr eventuell den Verkehr zu lange aufhaltet. Und wenn dann doch einmal eine Münze runterfällt, ist die Versuchung auch nicht so groß, auf der Autobahn auszusteigen und sie wieder einzusammeln, wie vielleicht bei größerem Geld.

Das Mautbeutelchen ist zudem ideal für anfallende Parkgebühren und sonstige Automaten und sieht im Handschuhfach auch zunächst nach nichts Wertvollem aus.

Selbstverständlich dürft Ihr der Sache auch einen cooleren Namen geben.

Blick über Imperia ist die Autobahn die hohe Brücke
Manchmal lohnt sich auch die Autobahn. Bei diesem Blick über Imperia ist die Autobahn die hohe Brücke. Toller Blick aus dem Fenster garantiert. Foto: Deborah Zarnke

4. Es gibt immer eine Alternative

Dies trifft zumindest für Norditalien zu. Hier verbindet die A4 die meisten großen Städte miteinander. Wenn Ihr Euch jedoch die Maut sparen und zusätzlich mehr von der Landschaft sehen wollt, kann ich Euch nur empfehlen, die "Bundesstraßen" neben der Autobahn zu nehmen. In unserem Fall hatten wir den Roadtrip so geplant, dass wir immer morgens die Ortschaft gewechselt haben und nie mehr als eine Stunde Fahrtzeit hatten, sodass das viele Autofahren nicht schlaucht [Tipp am Rande] und man noch den kompletten Tag am neuen Ort zur Verfügung hat. Der Unterschied zwischen Autobahn und Landstraße ist auf diesen kurzen Entfernungen unwesentlich. Es ist also auf jeden Fall eine Überlegung wert, ob man nicht lieber 40 Minuten anstatt 30 Minuten fährt, dafür aber mehr vom Land sieht als Schallschutzmauern.

5. Round and round it goes

Dass die besagten Landstraßen nur unwesentlich mehr Zeit kosten als die Autobahnen, liegt vorwiegend daran, dass es hier kaum Ampeln gibt, sondern fast alles über Kreisverkehre geregelt wird. Wie bereits geschildert, sind Kreisverkehre in Italien und vor allem in den Großstädten nichts für schwache Nerven. Wir haben uns zuletzt einen Spaß daraus gemacht und immer "geschafft" gesagt, wenn wir die richtige Ausfahrt erfolgreich genommen hatten, was auch so viel hieß wie "überlebt". Wer zuerst drin ist, ist zuerst drin und wer es zuerst wieder raus schafft, hat gewonnen. Spaß beiseite, für geübte Vielfahrer ist das absolut kein Problem. Wenn Ihr noch etwas unsicher seid, macht langsam, sucht Blickkontakt zu anderen Fahrern und oft lässt man Euch dann auch. Wichtig zu wissen ist nur, dass es in Italien durchaus üblich ist, in den Kreisverkehr rein zu blinken oder auch während der gesamten Fahrt im Kreisverkehr nach links zu blinken, bis die gewollte Ausfahrt erreicht ist. Verlasst Euch also nicht nur auf die Lichtsignale. Außerdem gibt es häufig auch mehrspurige Kreisverkehre, sogar in Form einer Acht, sodass Ihr vorab darauf achten solltet, wo ihr Euch einordnen müsst. Hier kann tatsächlich auch ein gutes Navi hilfreich sein, dass Euch direkt sagt, welche Spur Eure ist. Habt dennoch im Blick, welche Spuren die anderen so verfolgen.

Es lohnt sich, immer mal wieder rechts ran zu fahren und einfach nur die Aussicht zu genießen. Foto: Deborah Zarnke
Es lohnt sich, immer mal wieder rechts ran zu fahren und einfach nur die Aussicht zu genießen. Foto: Deborah Zarnke

6. Wenn der Wagen Durst hat

Anders als in Deutschland gibt es in Italien heute noch oft die klassische Tankstelle mit Bedienung. Wenn Ihr also – vor allem in den weniger touristischen Regionen – tanken müsst, achtet darauf, ob an der Tankstelle "servito" oder "fai da te" steht. "Servito" steht für eine Tankstelle mit Tankwart, der alles übernimmt und an der es komisch kommt, wenn Ihr selbst zum Zapfhahn greift. Auch wenn Ihr wahrscheinlich den Touristen-Bonus habt. "Fai da te" steht für Selbstbedienung und kann wie bei uns für das Tanken mit Zahlung an der Kasse oder für Selbstbedienungsautomaten stehen.

Wenn Ihr mit dem Mietwagen unterwegs seid und Ihr diesen in Italien abgeholt habt, könnt Ihr eventuell eine farbliche Kennzeichnung im Tankdeckel finden, die Euch bei der Wahl des richtigen Sprits hilft. In dem Fall nehmt die Zapfsäule, die der Farbe im Tankdeckel entspricht. Sollte Euer Wagen kein Farbleitsystem haben oder Euer eigener sein, dann fragt lieber einmal zu viel nach als zu wenig. An den großen Tankstellen wird in der Regel mit gebräuchlichen Begriffen gearbeitet. Dennoch ist es beispielsweise wichtig zuwissen, dass "Gasolio" für "Diesel" steht und nicht etwa für Autogas, woran man vielleicht zuerst denken könnte.

Eine der größten Tankstellen-Ketten in Italien ist Agip (Eni). Da diese europaweit agiert (inklusive Filialen in Deutschland) habt Ihr hier im Zweifel eine halbwegs vertraute Aufmachung.

 über den Dächern von Brescia
Besucht Burgen und Kastelle. Sie sind von historischer Bedeutung, oft selbst ein Must-See und liegen durch ihre ursprüngliche Funktion hoch oben über einer Stadt mit herrlichem Panoramablick, wie hier über den Dächern von Brescia. Foto: Deborah Zarnke

7. Ein treuer Begleiter

Wie in meinem anderen Artikel bereits angesprochen, ist der Wagen und damit das Fahrgefühl das A und O bei einem Roadtrip. Ihr "lebt" für mehrere Wochen in diesem Auto. Wie sehr, werdet Ihr nach ca. zwei Wochen merken, wenn nach mehrmaligem Hotelwechsel und diversen Strandbesuchen die Hälfte Eurer Kofferinhalte im Auto verteilt liegt: die Schlappen, auf die man zwischendurch schnell wechseln muss, das Badezeug, das nach der letzten spontanen Aktion noch trocknet, Sonnenhüte, Decken, Handtücher, Verpflegung (und Müll)...alles, was man unterwegs gerne griffbereit hat und dann nicht wieder ordentlich im Koffer bei den frischen Sachen verstaut, weil es bereits benutzt ist oder eh nicht lohnt.

Deshalb ist ein Wagen mit viel Stauraum wichtig. So schön der Traum von der Fahrt mit dem kleinen schmucken Cabrio entlang der Riviera ist...er ist nichts für mehrere Wochen. Denkt dran, dass Ihr eventuell zwischendurch warten müsst, bis ein Zimmer fertig ist oder Ihr bereits ausgecheckt habt, aber noch etwas besichtigen wollt. In all dieser Zeit müssen Eure Sachen sicher und unsichtbar verstaut sein. Daher ist ein großer, abgedeckter Kofferraum wichtig, der Eure Koffer vollständig aufnehmen kann. Außerdem sind getönte Rückscheiben zu empfehlen. Wenn Ihr dann eine Decke über die Dinge werft, die auf der Rückbank so rumfliegen, ist kaum zu sehen, ob sich überhaupt etwas dort befindet.

Unterkünfte außerhalb sind oft familiärer, günstiger und bieten vielleicht nicht den Blick auf einen Hotspot, dafür aber einen Einblick in das Leben der Einheimischen. Foto: Deborah Zarnke
Unterkünfte außerhalb sind oft familiärer, günstiger und bieten vielleicht nicht den Blick auf einen Hotspot, dafür aber einen Einblick in das Leben der Einheimischen. Foto: Deborah Zarnke

8. Ausgleich schaffen

Während eines Roadtrips sitzt man zwangsläufig sehr viel. Je mehr Strecke Ihr zurücklegen wollt/müsst, desto anstrengender kann das werden und desto mehr sehnt man sich irgendwann nach Bewegung. Wenn Ihr gut zu Fuß seid, kann ich Euch nur empfehlen, nicht immer das Hotel direkt am Platz zu wählen. Wir haben uns häufig für eines entschieden, das am Stadtrand lag und bis zu einer halben Stunde Fußmarsch vom Zentrum entfernt – im Fall von Padua sogar noch weiter. Neben dem Bewegungsausgleich zum vielen Sitzen hat das noch weitere Vorteile. Die Hotels außerhalb sind in der Regel deutlich günstiger. Außerdem seht Ihr mehr von der Region außerhalb des touristischen Treibens und könnt hier auch noch eher Einheimische kennenlernen anstatt nur andere Touristen.

Der öffentliche Strandbereich reicht hier von knapp neben den Personen links im Bild bis zu der kleinen Mauer rechts. Die Entfernung vom Wasser bis zur Promenade beträgt dabei keine 25 Meter. Foto: Deborah Zarnke
Der öffentliche Strandbereich reicht hier von knapp neben den Personen links im Bild bis zu der kleinen Mauer rechts. Die Entfernung vom Wasser bis zur Promenade beträgt dabei keine 25 Meter. Foto: Deborah Zarnke

9. Der Traum vom weißen Sand...

...bleibt in vielen Regionen Italiens, und vor allem an der Riviera, oft unerfüllt. Und das gleich aus zwei Gründen. Auf der Strecke von Imperia bis runter nach Elba sind die meisten Strände fest in den Händen der Hotels. Das geht so weit, dass der "öffentliche" Bereich teilweise nur eine Schneise von 10 Metern beträgt, auf denen sich dann alle drubbeln. Überlegt deshalb vorher, was der Zweck Eures Roadtrips ist. Reine Badeurlaube macht man besser in einem der besagten Hotels, anstatt in einer Pension im Hinterland.

Hat man dennoch eine frei zugängliche Bucht gefunden, erwartet einen die nächste Ernüchterung. Viele Strände in Italien sind keine Sandstrände, sondern Steinstrände. Im besten Fall heißt das, seeehr grobkörniger Sand, im schlechtesten Fall findet Ihr Euch auf Flusskieseln und Geröll wieder. Hier lohnt eine Isomatte anstatt eines einfachen Strandlakens und auf jeden Fall Badelatschen oder Flipflops mit fester Sohle bis zum Wasser.

Das Wasser selber ist dafür ein Traum. Satt türkisblau, klar und einfach nur zum in die Wellen Stürzen.

10. Sightseeing am besten nur mit Plan

Jeder hat seine ganz eigene Art zu reisen. Ich beispielsweise plane sehr gerne. Ich muss diese Pläne dann nicht mit der Stechuhr umsetzen im Urlaub, aber ich habe einfach Freude daran, schon Wochen vorher mich über alles zu informieren und zu wissen, was ich sehen will. Dazu kommt, dass mein Mann und ich schon fast exsessiv Sightseeing betreiben, da wir uns natürlich sehr für Kultur interessieren und – wenn wir schon einmal vor Ort sind – auch die Dinge sehen wollen, die man sonst nur aus der Theorie im Studium kennt.

Doch auch, wenn das nicht Eure Art ist zu reisen, lohnt es sich, den Roadtrip zumindest etwas im Vorfeld zu planen. Manche Veranstaltungen wie beispielweise Märkte sind oft nur einmal in der Woche. Ist Euch der Besuch dort wichtig, solltet Ihr Eure Reise so planen, dass Ihr auch an besagtem Wochentag vor Ort seid. Aber ich schätze, das ist selbsterklärend. Wenn es jedoch um Italien geht, solltet Ihr wissen, dass das auch für so manche Sehenswürdigkeit gelten kann und diese zudem teilweise auch noch Mittagspause machen. Es kann also durchaus von Vorteil sein, wenn Ihr wirklich viel in kurzer Zeit sehen wollt, Euch in der Touristeninformation vor Ort einen Stadtplan (gibt es in der Regel kostenlos) zu besorgen, Euch damit irgendwo gemütlich hinzusetzen und Euch "Laufwege" zu markieren, sodass Ihr möglichst viel mitnehmt und immer zur richtigen Uhrzeit am richtigen Ort seid. Für uns war Brescia so ein Fall. Hier gibt es unglaublich viel zu gucken. Deshalb hatten wir hier auch einen längeren Aufenthalt. Am ersten Tag sind wir nachmittags noch in die Stadt gelaufen, um Folgendes zu klären:

  1. Wie weit ist der Fußweg vom Hotel bis in die Innenstadt? Wann müssen wir also am nächsten Tag losgehen, um entsprechend früh vor Ort zu sein?
  2. Wann  haben die jeweiligen Museen, Kirchen usw. geöffnet?
  3. In welcher Reihenfolge ist eine Besichtigung folglich am sinnvollsten?
  4. Wo können wir eine Mittagspause einlegen?
  5. Wann kommen wir an den Trinkwasserbrunnen vorbei, um uns bei der Hitze zu versorgen?

Warum der Tag in Brescia der extremste auf unserer Hochzeitsreise war, könnt Ihr bald hier in der Rubrik Reisetagebuch nachlesen. Bis dahin wünsche ich Euch ganz viel Spaß beim Planen. Hit the Road!

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